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Wenn Sie sich für mein Buch Der schwarze Kaiser interessieren,
so finden Sie hier weitere Informationen.

Der schwarze Kaiser

Die Geschichte des Josef Kaiser aus Speyer

Text und Illustration: Michael Lauter

© Alle Rechte beim Autor

Hardcover Großformat 28 x 21 cm, 164 Seiten, 98 Illustrationen

24,80 € erhältlich im Buchhandel

verlag regionalkultur

ISBN: 978-3-95505-343-7

Illustrationen: Michael Lauter

Josef Kaiser kommt 1921 in Speyer  als Kind eines  französischen Besatzungssoldaten aus Madagaskar und einer deutschen Mutter zur Welt.  Er wächst in bitterer Armut auf und wird wegen seiner Hautfarbe  ausgegrenzt. Als hervorragender Sportler kämpft er um Anerkennung, scheint  beim Zirkus eine neue Heimat zu finden, versucht als Schiffsjunge vor den Nazis zu fliehen, die ihn zwangssterilisieren wollen …

Michael Lauter ist den Spuren Josef Kaisers sorgfältig nachgegangen und erzählt sein Leben mit bewundernswertem Einfühlungsvermögen und lebendigen Illustrationen, die den Leser unmittelbar ins Geschehen hineinversetzen. Spannend und ungemein berührend  ist diese Lebensgeschichte und angesichts eines wieder aufkeimenden Rassismus’ von bedrückender Aktualität.

Hans-Jürgen Herschel

FILM von Eberhard Reuß

2023 produzierte der SWR einen kurzen Film, in dem die Witwe von Josef Kaiser zu Wort kommt.

Josef Kaiser kam 1921 in Speyer zur Welt. Als Sohn eines Schwarzen französischen Soldaten erlebt er sein Leben lang Hass, Armut und Verfolgung. Seine Witwe hat Josefs berührende Lebensgeschichte mit dem Autor Michael Lauter in einem Buch aufgeschrieben. Unter Tränen erzählt sie, wie schlimm es war, keine gemeinsamen Kinder bekommen zu können, denn ihr Mann wurde von den Nationalsozialisten zwangssterilisiert. 

MY HIDDEN HISTORY | Die Geschichte der Susanne Kaiser

In „My Hidden History“ wird die Instagram-Community von SWR Kultur zu Geschichts-Influencern. Junge User:innen präsentieren jeweils ein Ereignis aus der regionalen Geschichte ihrer Heimat, das sie persönlich besonders fasziniert.
SWR- Community Reporterin Aminta berichtete im Mai 2024 von der Zwangssterilisierung der Rheinlandkinder 1937. Grundlage ihrer Reportage war die Geschichte von Josefs Schwester Susanne Kaiser.
Am 30. März wurde bekannt, dass diese Folge von „My Hidden History“ für den CIVIS-Medienpreis nominiert worden ist.
Hier der Link zum Nachschauen:
 
Der renommierte CIVIS-Preis ist ein Medienpreis für Integration und kulturelle Viefalt, der den Zusammenhalt in Europa stärken will. Dieses Jahr sind von rund 700 Einreichungen aus den EU-Ländern und der Schweiz knapp dreißig Beiträge nominiert worden. 
 
Die Jury begründet die Nominierung so:
„Die beispielhafte Episode aus der Geschichte der Region des Südwestens gewinnt durch die eingesetzten sprachlichen Mittel, die partizipative Herangehensweise und die Art der Präsentation hohe Glaubwürdigkeit. „My Hidden History“ erweist sich als Format, das eine junge Zielgruppe mit erfrischenden formalen Mitteln an ein sehr ernstes, höchst relevantes Thema, in diesem Fall das Dritte Reich, heranführt.“
 
Die Verleihung findet am 26. Mai auf der re:publica in Berlin statt. 
 
 

Als „Rheinlandbastard“ diffamiert und während der Nazizeit zwangssterilisiert: Susanne Kaiser aus Speyer wird 1937 als 15-Jährige gegen ihren Willen sterilisiert, weil sie einen Vater mit marokkanischen Wurzeln hat. Ein Schicksal, das sie ebenso wie viele andere Kinder Schwarzer Soldaten der französischen Besatzungstruppen erleidet. Verbrechen, die im Verborgenen verübt werden.

Auch im Städtischen Krankenhaus Ludwigshafen, wo Susanne Kaiser zwangssterilisiert wird, sind nur wenige in die Pläne eingeweiht. Auf der Bescheinigung, die sie nach ihrem Krankenhausaufenthalt bekommt, ist lediglich vermerkt: „geheilt entlassen“. Die meisten Unterlagen zu diesen Verbrechen werden vernichtet. Doch über Susanne Kaiser gibt es heute noch Dokumente im Landesarchiv Speyer. Die Mutter wird von den Nazis unter Druck gesetzt: Sie drohen mit Konzentrationslager, wenn sie der Zwangssterilisation nicht zustimmt. Susanne leidet ihr ganzes Leben lang massiv unter diesem Verbrechen.

Wegen ihrer Hautfarbe darf Susanne Kaiser keinen deutschen Mann heiraten. In der Fabrik, in der sie mit Zwangsarbeitern arbeitet, verliebt sie sich in einen Belgier, mit dem sie Liebesbriefe austauscht. Heimlich, denn solche Beziehungen zu Zwangsarbeitern sind damals streng verboten.1943 werden die beiden erwischt und angeklagt. Ihr Freund wird in ein Straflager verlegt und Susanne Kaiser zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Nach Ende der Nazizeit heiratet Susanne Kaiser einen ehemaligen französischen Zwangsarbeiter und zieht mit ihm in dessen Heimat. 1960 kehren sie aber nach Speyer zurück. Susanne Kaiser stirbt dort 2010.
Wusstet ihr von den Zwangssterilisationen der Rheinlandkinder?